Die Körperschaftsteuer

In Luxemburg körperschaftsteuerpflichtig sind alle in Luxemburg ansässigen Kapital-gesellschaften (SA, SARL, SCA) sowie Betriebstätten deutscher Kapital-gesellschaften. Die SNC (offene Handelsgesellschaft) sowie die SCS für die Komplementäranteile können wahlweise der Körperschaftssteuer oder der Einkommensteuer unterworfen werden. Die Wahl für eine der Ertragsbesteuerung ist verbindlich und kann nicht widerrufen werden.

Die Rechtsform der juristischen Person allein ist jedoch in Luxemburg nicht ausschlaggebendes Kriterium für die Körperschaftssteuerpflicht. Vielmehr ist jedes wirtschaftliche Unternehmen grundsätzlich körperschaftssteuerpflichtig, welches Einkünfte erzielt, die nicht unmittelbar bei seinen Gesellschaftern oder Mitgliedern der Einkommensteuer unterliegen.

 

Gebietsansässige Kapitalgesellschaften unter-liegen in Luxemburg der unbeschränkten Steuerplicht. Der Körperschaftsteuersatz liegt bei Einkommen (Gewinn vor Steuern) über 15.000 € bei 22,47 % (21 % zzgl. 7 % Beitrag zum Beschäftigungsfonds).

Unter gewissen Umständen kann bei der ACD eine Steuererleichterung beantragt werden. Voraussetzung für die Steuererleichterung ist die Ansiedlung eines neuen Unternehmens oder die Einführung neuer Fertigungs-verfahren, die einen Beitrag zur Entwicklung und strukturellen Verbesserung der Wirtschaft, zur Entwicklung der Regionalwirtschaft oder zu einer besseren geografischen Ausgewogenheit der Wirtschaftsaktivitäten leisten. Die Steuer-erleichterung gilt für einen Zeitraum von 10 Jahren und bis auf 25% des Gesamt-gewinns des Unternehmens beschränkt. Zudem darf die Steuer-erleichterung weder 10% der getätigten Investitionen noch einen festgelegten Anteil der Lohnkosten in Zusammenhang mit den geschaffenen Dauerarbeits-plätzen überschreiten.  Zudem existieren in Luxemburg Steuergutschriften für Investitionen.

 

Die Gesamtsteuerbelastung (Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer) liegt in Luxemburg zwischen 29,22 % und 34,47 %. Im Gegenzug existieren im Großherzogtum diverse abzugsfähige Betriebsausgaben.

Der zu versteuernde Gewinn schließt einerseits den ausgeschütteten Gewinn und andererseits den Gewinn, der den Rücklagen zugeführt wird, ein. Auch betroffen sind Vergütungen jeder Art, die an Verwaltungsratsmitglieder oder an andere, mit der Überwachung der Geschäftsführung beauftragte Personen gewährt werden, soweit diese Vergütung nicht für die tägliche Geschäfts-führung der Gesellschaft ausgezahlt werden.

Zu den nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben bei Körperschaften zählen: Ausgaben hin-sichtlich der Erfüllung von Verpflichtungen, die der Gesellschaft aufgrund ihrer Satzung oder ihrem Gesellschaftsvertrag auferlegt sind; die Körperschaft-, Vermögen- und Gewerbe-steuer; die den Verwaltungsrats-mitgliedern und den Kommissaren für die Überwachung der Geschäftsführung gewährten Tantiemen.

 

In Luxemburg ist ein unbegrenzter Verlustvortrag möglich.

 

Zuständige Behörde für die Körperschaftssteuer ist in Luxemburg

 

Administration des contributions directes (ACD)

45, boulevard Roosevelt

L-2982 Luxemburg

Tel.: 00 352/ 40800-1

Fax: 00 352/ 40800-2022

www.impotsdirects.publics.lu

 

Die Gesellschaft muss ihre steuerpflichtigen Einkünfte bei der ACD melden, die nach Prüfung den zu entrichtenden Steuerbetrag sowie die entsprechenden Fälligkeitstermine festsetzt. Die Körperschaftssteuererklärung kann wahlweise elektronisch über MyGuichet oder in Papierform eingereicht werden. Folgende Unterlagen sind der Körperschaftssteuererklärung beizufügen: Bilanz, GuV, Aufteilung von Anlagevermögen und Abschreibungen, Aufstellung bestimmter Gemeinkosten. Der Jahresabschluss hat in Luxemburg nach Maßgabe des sog. plan comptable normalisé, eines Standardkontenplans mit 7 Kontenklassen zu erfolgen, der bis auf wenige Ausnahmen eine einheitliche Buchungsstruktur für alle Luxemburger Unternehmen vorsieht. Die Abgabe der Körperschafts-steuererklärung hat vor dem 31. Mai bei der zuständigen Steuerverwaltung zu erfolgen.

Steuervorauszahlungen erfolgen quartalsweise zu den gesetzlich vorge-schriebenen Fälligkeitsterminen. Die Höhe der Vorauszahlung wird von der Steuerverwaltung auf Grundlage der letzten Steuerbescheide geschätzt und vorläufig festgesetzt. Die verbleibende Reststeuerschuld wird unter Berücksichtigung der bereits geleisteten Vorauszahlungen ermittelt und geht der Gesellschaft per Steuerbescheid zu.

 

Informationen zur Körperschaftssteuer finden sich zudem auch in deutscher Sprache im Luxemburger Verwaltungsportal unter www.guichet.lu (Pfad: Unternehmensportal > Steuern > Besteuerung von Gewinnen und Vermögen > Besteuerung von von Kapitalgesellschaftern erzielten Gewinnen > Körperschaftsteuer).

 

Die hier aufgeführten Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusammen-gestellt. Für die Richtigkeit der Informationen übernimmt die EIC Trier GmbH keine Gewähr. Für Verbesserungsvorschläge, sachliche Hinweise und Anregungen sind wir jederzeit dankbar. Die hier aufgeführten Informationen ersetzen in keinem Fall eine rechtliche oder steuerliche Beratung.

 

Ihre Ansprechpartnerin:

Christina Grewe

Geschäftsführerin

Telefon: 0651 / 97567-11

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