Die Körperschaftsteuer

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In Frankreich körperschaftsteuerpflichtig sind grund-sätzlich alle in Frankreich ansässigen Kapital-gesellschaften (SA, SAS, SARL) sowie Betriebstätten deutscher Kapitalgesellschaften. Die SNC (offene Handelsgesellschaft) sowie die SCS und SCA für die Komplementäranteile können wahlweise der Körper-schaftssteuer oder der Einkommensteuer unterworfen werden. Die Wahl für eine der Ertragsbesteuerung ist verbindlich und kann nicht widerrufen werden. 

 

Die Körperschaftsteuersatz in Frankreich beträgt 33,33 %.

 

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem Umsatz von weniger als 7,63 Mio. EUR, deren Kapital voll eingezahlt ist und zu mindestens 75 % direkt oder indirekt durch natürliche Personen bzw. von Gesellschaften derselben Größenordnung gehalten wird, unterliegen mit ihren ersten 38.120 EUR Gewinn einem reduzierten Steuersatz von 15 %. Gleiches gilt zu den vorab genannten Bedingungen für Gesellschaften, die von einer deutschen Kapital-gesellschaft gehalten werden. Auch hier ist Bedingung, dass das Stammkapital der deutschen Kapitalgesellschaft voll eingezahlt ist und die Umsätze bei unter 7,630 Mio. EUR liegen und 75 % der Anteile von natürlichen Personen gehalten werden.

 

Zusätzlich zum Normalsteuersatz wird ein Sozialzuschlag (Contribution sociale sur les bénéfices/ CSB) von 3,3 % erhoben. Befreit vom CSB sind kleine und mittlere französische Unternehmen (KMU) mit einem Umsatz von weniger als 7,63 Millionen EUR sowie  französische Gesellschaften, deren Anteile zu 75 % von natürlichen Personen gehalten werden, bzw. französische Gesellschaften, Unternehmen, die von einer deutschen Kapitalgesellschaft gehalten werden deren Gesellschafter wiederum zum mindestens 75 % natürliche Personen sind.

 

Unternehmen, die einen jährlichen Umsatz von mehr als 250 Mio. EUR erwirtschaften, unterliegen zusätzlich zur Körperschaftssteuer in Höhe von 33,33 % einer sog. contribution exceptionnelle in Höhe von 10,7 %. Diese zusätzliche Abgabe soll vorerst bis zum 1.1. 2017 erhoben werden.

 

Mit dem Veranlagungszeitraum 2011 wurden im französischen Steuerecht die Regeln zum Verlustvor- und -rücktrag angepasst.

Der Verlustrücktrag ist auf ein Jahr und auf einen Betrag von maximal 1 Mio. EUR begrenzt. Lag der letzte Bilanzgewinn unter 1 Mio. EUR, so ist der Verlust-rücktrag auf die Höhe des letzten Bilanzgewinnes beschränkt.

Der unbegrenzte Verlustvortrag wurde durch die Einführung einer Mindest-besteuerung eingeschränkt. So können Verluste nicht mehr vollständig mit späteren Gewinnen verrechnet werden. Vielmehr werden bei Einkünften in Höhe von über 1 Mio. EUR 40 % der über die 1 Millionen-Grenze hinaus-gehenden Einkünfte mit Steuern belastetet unabhängig davon, ob noch Verlustvorträge vorhanden sind.

 

Rückstellungen sind vor allem zulässig für bezahlten Urlaub, Preis-steigerungen, Bauarbeiten und Risiken. Der Grund für die Rückstellungen

ist klar zu definieren und muss sich aufs laufende Geschäftsjahr beziehen.

 

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