VOL-Präqualifizierung

©Kautz15 - fotolia.com

Präqualifizierung ist die vorgelagerte auftragsunabhängige Prüfung und Zertifizierung von Eignungsnachweisen nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL). Diese Dokumente müssen Unternehmen bei der Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen vorlegen, um dem Auftraggeber ihre Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit nachzuweisen. Das Statistische Bundesamt hat hochgerechnet, dass jährlich etwa 650 Millionen Euro an Kosten bei den Unternehmen anfallen, um die Einzelnachweise zu beschaffen. Die Präqualifizierung stellt eine erhebliche Entlastung der Unternehmen von diesen Bürokratiekosten dar. Sie wurde im Rahmen der Modernisierung des Vergaberechts in das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen und in die Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen aufgenommen. Danach können alle Vergabestellen in Deutschland die Präqualifikation anstelle von Einzelnachweisen anerkennen.

 

Das Präqualifizierungsverfahren erfolgt dezentral in den Bundesländern nach einer einheitlichen Arbeitsrichtlinie der Auftragsberatungsstellen. Die mit ihrem Betriebssitz ansässigen Unternehmen reichen einmal jährlich die vorgesehenen Dokumente für die Eignungsprüfung ein. Nach positiver Prüfung erhalten sie ein Zertifikat mit Zertifikatscode. Das Unternehmen wird daraufhin in der bundesweiten Datenbank www.pq-vol.de registriert. Bei jeder Angebotsabgabe muss jetzt nur noch der Zertifikatscode angegeben bzw. das Zertifikat als Kopie eingereicht werden.

 

Das bei der EIC Trier GmbH angesiedelte IHK/HWK-Auftragsberatungscentre Rheinland-Pfalz ist der zentrale Ansprechpartner für die VOL-Präqualifizierung in Rheinland-Pfalz. Das Rheinland-Pfälzische Präqualifikationsregister PQ – VOL für Lieferungen und Leistungen wird in Kooperation mit der Auftragsberatungsstelle Hessen e.V. angeboten.

Ihre Ansprechpartnerin:

Dagmar Lübeck

Leiterin Auftragsberatungscentre Rheinland-Pfalz

Telefon: 0651 / 97567-16

Telefax: 0651 / 97567-33

E-Mail: luebeck@abc-rlp.de, luebeck@eic-trier.de